Dimidum est factum coepisse
(Die Hälfte der Tat ist es, den Anfang gemacht zu haben.)
letzte Aktualisierung: 16.02.2026 / 26-V4
Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden der Bromme Gesellschaft e.V. sowie
deren Familien ein frohes, glückliches und vor allem ein gesundes 2026!
Wenn das alte Jahr erfolgreich war, dann freue ich mich aufs nächste und war es schlecht - ja dann erst recht (Albert Einstein)
Geschichte des Gedenksteins von Carl Rudolph Bromme in Leipzig, Breite Straße
Der „Vorgänger“ dieses Gedenksteines war eine Gedenktafel am Geburtshaus von
CRB in Anger (damals ein Vorort Leipzigs), gestiftet von Kommerzienrat Wagner,
einem Neffen, aus privaten Mitteln. Am 12. September 1897 wurde sie mit der
Aufschrift „In diesem Hause wurde am 10. September 1804 der erste deutsche Admiral,
Carl Rudolph Brommy, geboren“.
Brommy’s Geburtshaus mit der Gedenktafel wurde 1929 abgerissen.
Am 22. September 1939 wurde in der Nähe des Geburtshauses, an der Breite Straße, ein
Gedenkstein von den Nationalsozialisten aufgestellt. Auf ihm ist zu lesen:
„In dem Hause, Breite Straße 15, wurde am 10. September 1804 Rudolph Bromme geboren,
Admiral der ersten deutschen Flotte“.
Dieser Gedenkstein aus Porphyr, (Sammelbegriff für vulkanische Gesteine) wurde
vom leipziger Bildhauer Hans Zeissig geschaffen und zeigt über der o.a. Inschrift Brommy’s
Flaggschiff „Barbarossa“ mit geblähten Segeln und qualmendem Schornstein.
Finanziert wurde der Gedenkstein durch Spenden und den Einnahmen durch einen
Marineball zu Ehren der Besatzung des Kreuzers „Leipzig“, die ein paar Tage in
Leipzig verweilten.
Initiator dieser Spendenaktion waren die Mitglieder des nationalsozialistischen
Deutschen Marinebundes
Das Dorf Anger wurde 1889 als Stadtteil in die Großstadt Leipzig eingemeindet.
Die Existenz des Gedenksteins geriet erstmal in Vergessenheit, bis 1950, als ein
Bezirksvorsteher bzw. Verwaltungsleiter des 30. Verwaltungsbezirks, zu dem die
Breite Straße gehört, die Frage stellte warum dieser Stein nicht entfernt wird. Die
Stadt Leipzig erklärte dann, das ihr die Mittel fehlten und andere Maßnahmen den
Vorrang haben. Zum Glück für den Stein kam noch der Umstand hinzu, das der
Gedenkstein ohne Erlaubnis der sowjetischen Besatzung nicht entfernt werden dürfe.
Nun geriet der Gedenkstein vollends dem Vergessen anheim. Die Natur holte sich
das Gelände
zurück und die viel befahrene Breite Straße mit den Abgasen und dem sauren
Regen setzten dem
Porphyquader immer mehr zu. Das Relief und die Inschrift wurden fast zur
Unkenntlichkeit zerstört.
Im Rahmen der von der Stadt Leipzig initiierten Aktion „gepflegte Denkmale“ wurde
im Juli 1989 der Gedenkstein restauriert.
Nach der Wende, aber erst 1994, gab es in Leipzig die Marinekameradschaft
„Admiral Brommy“, die für einen gepflegten Zustand des Gedenksteines sorgte und
auch das Umfeld pflegte.
Frage an alle Besucher: was wurde aus der leipziger Marinekameradschaft „Admiral Brommy“?
Hat jemand Info‘s ?
Nicht zu verwechseln mit unserer Carl Rudolph Bromme Gesellschaft Leipzig e.V.
Und dann gibt es noch die Marinekameradschaft „Admiral Brommy“ von 1898 in Brake