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das ist die Antonov AN-225 „Mirja“, es war das größte Frachtflugzeug der Welt, konnte 250 t Fracht aufnehmen,
wurde in den ersten Tagen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine von russischen Soldaten zerstört
Bericht zur Führung durch den Flughafen Leipzig-Halle mit Besichtigung einer Antonov AN124-100 am 28.11.2025
An diesem eiskalten Freitag treffen wir uns mit dem Organisator dieser Führung ,Jörg Matheis vom Freundeskreis Bw, um 8:15 Uhr im Bereich
des Check-in im Zentralterminal des Flughafens. Herr Matheis informiert über den Verlauf unserer Besichtigungstour und verweist auf das Kameraverbot
in der AN124, außerhalb des Flugzeuges kann fotografiert werden, ebenso wie auf dem Flughafengelände, falls doch nicht wird darauf hingewiesen.
Nach der obligatorischen Ausweiskontrolle bekommen wir von 2 Sicherheitsmitarbeitern einen Überblick über den Flughafen Leipzig-Halle, über die
Leistungsfähigkeit im Passagier- und Frachtaufkommen, über abgefertigte Flüge im Jahresverlauf, usw. . Und nun geht‘s los, aber erstmal wie bei jedem
Fluggast auch, durch die Sicherheitsschleuse. Aiußerhalb des Terminals wartet ein geheizter Bus der uns zur Antonov bringt. Nach einer kurzen Fahrt
sehen wir es, ein riesiges Flugzeug. Die wahre Größe erschliest sich erst bei einem Rundgang um das Flugzeug - eine riesige Heckklappe, einem
Scheunentor gleich, das Hauptfahrwerk mit je 10 Radsätzen links und rechts des Rumpfes, das auch noch innerhalb von 3 Minuten am Boden abgesenkt
werden kann um eine Ebene zwischen zu verladender Fracht und dem Frachtraum herzustellen. Bevor wir nun das Flugzeug über eine kleine Leiter betreten
dürfen, nochmals der Hinweis auf das Fotografierverbot innerhalb des Fliegers. Der Laderaum - eine riesige Fläche mit den Maßen 36,5m x 6,4m und dann
noch 4,4m hoch. Im letzen Drittel der Ladefläche führt eine Leiter nach oben in den Aufenthalts- und Ruhebereich der Crewmitglieder. Hier gibt es nicht
nur einen fensterlosen Schlafbereich sondern auch eine kleine Küche. Weiter im Bereich zum Heck hin ist noch einiges an Technik untergebracht, überall
Daten- bzw. Steuerleitungen und dicke Kabel zur Stromversorgung.
Nun geht es die 4m Leiter wieder runter in den Frachtraum, dann nach vorne zur Bugklappe und wieder eine 4m Leiter hoch ins Cockpit.
Es dürfen nur 3 Besucher wegen der Enge gleichzeitig ins Cockpit. Hier ist nun der Arbeitsplatz der beiden Piloten, des Navigators und des Flugingenieurs,
ein weiterer Arbeitsplatz ist dem Funker vorbehalten, der aber nicht immer anwesend sein muß. Insgesamt gibt es 6 Crewmitglieder.
Nach ca. 1,5h Besichtigung der AN124 und vielen Informationen zum Flugzeug und deren Geschichte sind wir nun doch ziemlich durchkühlt und freuen uns
auf den beheizten Bus, mit dem wir nun eine Rundfahrt über den Flugplatz machen, wir sehen das riesige DHL Frachtzentrum, das Amazon Verteilzentrum
und vieles mehr, wie z.B. die Wartungshangars, die Flughafenfeuerwehr usw. . Und noch 3 weitere Antonov, diesmal russische, die hier, seit die Sanktionen
gegen Russland in Kraft sind, nicht mehr bewegt werden dürfen und nur noch rumstehen. Insgesamt sind in Leipzig-Halle 6 ukrainische Antonovs
und 3 russische.
Die AN124-100 ist wegen seiner Größe ein beeindruckendes Flugzeug, die Leistungsdaten sprechen für sich aber die Technik stammt aus den
80iger Jahren des letzten Jahrhunderts und sollte dringend modernisiert werden.
Mein Eindruck der besichtigten Maschine, es ist alles alt und verschlissen. Ich gehe mal davon aus, das die Technik einwandfrei funktioniert und wie
von anwesenden Crewmitgliedern berichtet, ist die Modernisierung der Antonov-Flotte schon eingeleitet.
Ein paar Leistungsdaten:
Länge 69,1m / Spannweite 73,3m / Höhe 21,08m / Laderaum: H4,4m x B 6,4m x L 36,6m
Reichweite beladen 4.500Km, max 15.000 Km / Zuladung 120 t / max Startgewicht 392 t, Leergewicht 172 t
Die Antonov ist das einzigste Frachtflugzeug das sowohl von Heck- als auch von der Bugseite gleichzeitig be- und entladen werden kann
Zum Vergleich: das neue Transportflugzeug der Bundeswehr, die A400M veträgt eine Zuladung von 15 t und ist nur vom Heck zu beladen bzw. entladen.