Gelöbnisfeier der päpstlichen Schweizergarde am Mittwoch den 06. Mai 2026
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Die Schweizergarde ist für die Sicherheit des Papstes, des Vatikan und der Kardinäle verantwortlich und ist als militärische Truppe organisiert.
Sie begleiten den Papst auf Reisen, überwachen und kontrollieren die Eingänge zum Vatikan. Die Dienstzeit eines Gardisten beträgt
mindestens 26 Monate und ist in dieser Zeit auch Bürger des Vatikanstaates. Ihre Sollstärke beträgt 135 Mann.
Papst Julius II. (1503-1513) begründete im Jahr 1505 die erste päpstliche Leibwache und ließ in Luzern und Zürich die ersten Söldner rekrutieren.
Diese zogen im Januar 1506 nach Rom und präsentierten sich am 22. Januar 1506 dem Papst. Ihre Bewährungsprobe kam am 06. Mai 1527 als
plündernde Söldner von Kaiser Karl V. Rom überfielen. Dies gilt bis heute als historische Heldentat und als Geburtsstunde der Garde.
Es fielen 147 Gardisten beim Kampf zur Verteidigung von Papst Klemens VII. (1523-1534).
Heute spricht man vom „Sacco di Roma“ - der Plünderung Roms.
Das ist auch der Grund warum die neuen Rekruten traditionell am 6. Mai vereidigt werden. Der Eidesschwur der Gardisten lautet:
"Ich schwöre, treu, redlich, und ehrenhaft zu dienen dem regierenden Papst und seinen rechtmäßigen Nachfolgern und mich mit ganzer Kraft
für sie einzusetzen, bereit, wenn es so sein sollte, für Ihren Schutz selbst mein Leben hinzugeben. Ich übernehme dieselben Verpflichtungen
gegenüber dem Kollegium der Kardinäle während der Sedisvakanz des Apostolischen Stuhles.
Ich verspreche überdies dem Herrn Kommandanten und meinen übrigen Vorgesetzten Achtung, Treue und Gehorsam.
Ich schwöre es, so wahr mir Gott und unsere heiligen Patrone helfen."
Am 06. Mai 2026 waren wir auf Einladung der Päpstlichen Schweizergarde zu Gast im Vatikan, um an der Vereidigungszeremonie von 28 neuen Gardisten teilzunehmen.
Der Tag Begann für uns um 07:30 mit der Teilnahme an der heiligen Messe in der Basilika St. Peter.
Um 17:00 begann die Vereidigungszeremonie in der Audienzhalle (Aula Paolo VI). Aufgrund der Wettervorhersage wurde die Zeremonie, die ansonsten im
Damasushof des Apostolischen Palastes stattfindet, dorthin verlegt.
Der 6. Mai ist für die Päpstliche Schweizergarde der wichtigste Tag des Jahres, da er den Jahrestag des Sacco di Roma im Jahr 1527 markiert, an dem
147 Schweizergardisten ihr Leben ließen, um Papst Clemens VII. zu schützen.
Neben kirchlichen und politischen Würdenträgern und Vertretern des diesjährigen Gastkantons Thurgau, nahm auch Papst Leo XIV an der Zeremonie teil.
Der für uns bewegendste Teil des Abends war die Ablegung des Fahneneides der jungen Rekruten und der damit verbundenen Treueverpflichtung gegenüber der
Kirche und dem Papst.
Sehr beeindruckend war, mit welcher Leidenschaft und Überzeugung das in den jeweiligen Landessprachen laut gerufene Versprechen abgelegt wurde.
"Ich schwöre es, so wahr mir Gott und unsere heiligen Patrone helfen!"
Am Ende dieser bewegenden Zeremonie erfolgte die Ansprache von Papst Leo XIV mit den folgenden Worten:
„Ich möchte Sie alle herzlich grüßen, angefangen beim Herrn Bundespräsidenten und den anderen Vertretern aus dem zivilen und militärischen Bereich.
Mit Zuneigung und Dankbarkeit grüße ich die Angehörigen der Schweizergardisten – vielen Dank für Ihr Kommen!
Euch, liebe junge Männer, die ihr den Eid abgelegt habt, spreche ich meine Achtung und Dankbarkeit aus. Diese Geste, die ihr vollzogen habt, zeugt von einer
Treueverpflichtung, die beseelt ist von jugendlicher Begeisterung und die auf dem Glauben an Gott und der Liebe zur Kirche gründet. Ich stelle sie unter den Schutz
der Jungfrau Maria, ebenso wie den gesamten wertvollen Dienst der Päpstlichen Schweizergarde.
Auguro a tutti una buona serata e buona festa!!
Einen schönen Abend und ein schönes Fest!
Passez une bonne soirée et une bonne fête ! Merci !
Wir, die Teilnehmer der Carl-Rudolph-Bromme Gesellschaft Leipzig möchten uns an dieser Stelle auch herzlich bei Herrn Daniel Erni, Präsident der Komturei Zürich
(OESSH) bedanken, der uns die Besichtigung der ansonsten nicht öffentlich zugänglichen Vatikanischen Gärten ermöglichte sowie für seine interessanten
Erklärungen zum Vatikan mit seinen geschichtsträchtigen Gebäuden und Einrichtungen.
Verfasser: Heiko Kühling
die für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen vatikanischen Gärten
Fotos aus der Audienzhalle (Aula Paolo VI)